Jan-Peter Röderer - Mutig in die neue Zeit

 

Die ganze Welt bewegt sich momentan in einem anderen Rhythmus. Hinter uns liegen außergewöhnliche Monate und auch vor uns werden noch einige ganz besondere Herausforderungen liegen. Herausforderungen, die uns alle betreffen. Seien es Unternehmer*innen, Selbständige, Familien – wir alle müssen unseren gewohnten Lebensalltag an die meist sinnvollen Einschränkungen anpassen und uns mit sozialen sowie teils sogar finanziellen Einbußen arrangieren. Auch Deutschland und Baden-Württemberg werden sich noch lange Zeit intensiv damit befassen müssen die Auswirkungen der Pandemie auf Wirtschaft und Lebensalltag abzufangen und zurück zur Normalität zu führen. Dementsprechend werden wirtschaftliche und soziale Fragen die Politik der kommenden Jahre dominieren. Doch auch vor der Corona-Zeit gab es im Ländle schon zahlreiche Themen mit dringendem Handlungsbedarf. Große Defizite im Bildungssystem, kontinuierlich hohe Mietpreissteigerungen, eklatante Versäumnisse bei der Digitalisierung – vor allem im Verwaltungs- und Bildungsbereich, sind hier nur einige Beispiele. Dazu die „Verrohung“ der Gesellschaft und eine Entwicklung weg von Solidarität und ehrenamtlichen Engagement hin zu Egoismus und Eigensinnigkeit – ein Nährboden, auf dem sich Populismus besonders wohl fühlt. Aus all diesen Gründen braucht auch unsere Landespolitik wieder eine sozialdemokratische Handschrift und unser Wahlkreis eine starke und zukunftsorientierte Stimme im Landtag! Dafür trete ich an – mit frischem Wind und dem Willen zu gestalten!

 

Neben dem Thema Bildung, das zurecht eine prominente Sonderstellung der Landespolitik einnimmt, müssen wir in Baden-Württemberg, dem „Land der Erfinder“, endlich die digitalen Angebote ausbauen und damit die Digitalisierung massiv vorantreiben. Nicht nur im Bildungsbereich, der momentan im Fokus der Öffentlichkeit steht, sondern vor allem auch im Behörden- und Verwaltungsapparat. Die dort vorherrschenden meist rückständigen, lähmenden Prozesse müssen dringend zumindest in die Nähe der aktuellen technischen Möglichkeiten gebracht werden. Damit ist noch nicht der visionäre Blick in die Zukunft gemeint, sondern lediglich die längst überfällige Aufarbeitung der Abläufe und Angebote. Gemäß dem Onlinezugangsgesetz muss Baden-Württemberg bis 2022 knapp 600 Verwaltungsleistungen online anbieten – aktuell können davon 5 (!) in Anspruch genommen werden. Dass dabei niemand auf der Strecke bleiben darf und die Leistungen auch weiterhin analog zur Verfügung stehen müssen sollte klar sein, aber man muss wenigstens einen Online-Zugriff möglich machen. Die Pandemie hat uns die Chance aufgezwungen der Digitalisierung mehr Geschwindigkeit zu geben – nutzen wir sie!

 

Auch der ländliche Raum, dessen Anbindung wieder mehr in den Fokus rücken muss, würde von einer flächendeckenden Digitalisierung profitieren. In einer Zeit, in der die Menschen permanent von Leistungsdruck und Terminen getrieben sind, wächst der Wunsch nach Ausgleich in der Natur und der Ruhe auf dem Land. Kombiniert mit der aktuellen Entwicklung, die das Arbeiten von zu Hause vermehrt attraktiv und auch akzeptabel macht, ergeben sich völlig neue Möglichkeiten für kleinere Kommunen und zur Entlastung der Ballungszentren. Wenn aber die entsprechenden Voraussetzungen nicht gegeben sind, wenn es an (digitaler) Infrastruktur, Nahversorgung und Anbindung fehlt, dann kann man sich diesen Wunsch nicht dauerhaft, sondern nur kurzzeitig erfüllen. Genau das gilt es umzukehren. Es müssen mit innovativen Ideen und technischem Ausbau die Grundlagen geschaffen werden, ein Leben auf der Höhe der Zeit im ländlichen Raum zu ermöglichen.

 

Solidarität und Zusammenhalt sind dabei von besonderer Wichtigkeit. Deren Rückgang, der wachsende Egoismus und die Verrohung der Gesellschaft steht nach meinem Verständnis im Gegensatz zu dem oben genannten Wunsch nach einem zufriedenen Leben. Ein Problem, das Populismus in die Karten spielt, diesen fördert und das Populisten auch gezielt nutzen, indem sie Ängste und Vorurteile schüren. Allerdings auch ein äußerst komplexes Thema. Die Politik kann hier „nur“ Grundlagen schaffen, die beispielsweise mehr Chancengleichheit fördern und die soziale Schere wieder weiter zusammendrücken. Dazu gehören Maßnahmen, wie unsere Forderung nach kostenloser Bildung von Beginn an (gebührenfreie Kita ohne Qualitätsverlust), die technische Ausstattung und Unterstützung von sozial Schwächer gestellten zur Ermöglichung der gleichen Lern-Voraussetzungen oder auch der soziale Wohnungsbau. Die Auflistung wäre beliebig erweiterbar. Mindestens genauso wichtig ist aber das tagtägliche Vorleben von Solidarität vor Ort. Es müssen niedrigschwellige Angebote geschaffen werden, die den Menschen die Möglichkeiten geben sich einzubringen und zu helfen, ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Der solidarische Grundgedanke muss wieder mehr ins Bewusstsein rücken. Denn Solidarität und das Einbringen für die Gemeinschaft (z.B. auch durch das Zahlen von Steuern) kommt in schlechten Zeiten auch einem selbst wieder zugute (z.B. durch Milliarden an Unterstützung und Hilfsangebote vor Ort). Dieses Umdenken zu fördern ist sicher kein leichter, dafür aber ein langer und zäher Weg – doch ganz gewiss einer, den es sich zu gehen lohnt.

 

Bei allen zukünftigen Themen und Entscheidungen, auch bei den zuvor genannten, muss Ökologie und Klimaschutz eine große Rolle spielen. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass der Begriff „Ökologie“ nicht mit „Natur- und Umweltschutz“ gleichgesetzt werden kann. Ökologie und Klimaschutz berühren nahezu alle Bereiche der Politik und des täglichen Lebens. Spricht man von Nachhaltigkeit darf diese nicht ausschließlich im ökologischen Sinne gemeint sein, sondern muss ganzheitlich betrachtet werden und auch ökonomische und soziale Aspekte beachten. Die Frage: Arbeitsplatz oder Klimaschutz, die so oder so ähnlich oft als Ausrede herangezogen wird, ist daher falsch – beides gehört unweigerlich eng zusammen und kann durchaus auch nachhaltig in Einklang gebracht werden. Ökologie ist somit als Teil des Ganzen zu sehen und muss Teil und Grundlage einer jeden zukünftigen Entscheidung sein.

 

Es gibt also auch weiterhin viel zu tun und keiner weiß aktuell, welche Herausforderungen in naher Zukunft noch auf uns zukommen. Die zuvor genannten Punkte sind deshalb sicher nur eine kleine Auswahl, die mich besonders beschäftigt und antreibt. Damit Baden-Württemberg nicht weitere fünf Jahre nur verwaltet wird bedarf es einer modernen, flexiblen und sozialen Politik. Diese will und kann die SPD mitgestalten! Ich selbst bin dabei mit meinen 34 Jahren zwar kurz vor dem Juso-Ende, aber für die Bühne der Berufspolitik noch jung genug, um für frischen Wind zu sorgen. Ich sehe mich daher als Bindeglied zwischen Jung und Alt und möchte unserem Wahlkreis und dessen Engagement, Erfahrung und Tatendrang eine Stimme geben. Lasst uns gemeinsam eine Politik beginnen, die sich unbekümmert und dynamisch auch mal abseits der ausgetretenen Pfade bewegt und mutig in die neue Zeit geht!

 

 

Geburtstag
18.05.1986

Beruf
Pharma-Qualitätsexperte/ Molekularbiologe

Familie

verheiratet, 1 Tochter

Mitgliedschaft
IG BCE, Bürger- & Heimatverein, KG Kuckuck, Eberbacher SC, SG Rockenau

E-Mail
jan-peter.roederer@spd-eberbach.de

Hobbies
Wandern, Fußball, Gitarre, Kegeln

Telefon

015158709479

Motto
Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben. (Willy Brandt)